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dokumente:zeitungen:eureka:s-19260401-q1-paper

Auszug aus „Das Nordlicht“ 1. April 1926 · 📰

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Bismarck, Nord Dakota vom 1.4.1926

Aus Rumänien

Bessarabien

Kraßna, den 28. Januar 1926

Lieber Vetter Maximilian!

Einen Gruß von uns allen. Ich wollte Euch einige Zeilen schreiben und Euch zunächst mitteilen, daß wir noch bis zu dieser Stunde alle gesund sind. Weiter aber kann ich Euch nur schreiben, daß wir nicht in guten Verhältnissen leben, sondern daß bei uns vielmehr die Not auch sehr groß ist. Wir haben voriges Jahr auch nichts geerntet. Wir haben nur ein Pferd, ein Pferd ist vor einiger Zeit krepiert. Auch haben wir nicht einmal eine Kuh.

In dieser unserer Not wende ich mich an Euch, meine lieben Freunde mit der Bitte, mir doch Hilfe zukommen zu lassen, so daß ich nicht völlig zu Grunde gehe. So möchte ich meine Bitte an alle richten, an den Emil und Emanuel und Rudolf. Und dem Johannes Miller will ich großen Dank mitteilen, daß wir die $10,00 richtig erhalten haben, die er so gütig war, uns zu übersenden. Für diese Gabe danken wir, die Freunde, von ganzem Herzen und wünschen, daß Gott Euch es zum Guten wolle vergelten.

Gelobt sei Jesus Christus.

So, liebe Freunde, verschließt doch mir gegenüber Euer Herz nicht, sondern helft mir ein wenig in dieser meiner Notlage.
Gott segne Euch!

Damit schließe ich diesen Brief- Euch alle grüßend

Peter und Anna Wagner

Vorstehender Brief wurde uns von Herrn Joseph Bachmeier hei Raleigh, N. D. übersandt um in den Spalten des Nordlichts Platz zu finden.

dokumente/zeitungen/eureka/s-19260401-q1-paper.txt · Zuletzt geändert: von Otto Riehl Publisher