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dokumente:zeitungen:eureka:y-19320108-q1-paper

Auszug aus der „Dakota Rundschau“ 8. Januar 1932 · 📰

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Interessante Berichte aus der alten Heimat Rußland

Kraßna, Bessarabien,
den 9. Dez.1931

Auf den schönen Regen am 20. Nov. fiel am 24. Nov. gegen 8 Zoll Schnee, darunter sich der Winterweizen und Raps in ungefrorener Erde recht wohl finden und gut verpflanzen. (Wintergetreide, das nicht zum Winterschlaf übergegangen ist, kann unter einer dichten Schneedecke zugrunde gehen. Red.)

Herr Alexander Paul von hier fragt nach seinem Schwager Anton Hilsendeger und Schwester Katharina, dessen Frau, von der er längst keine Nachricht erhielt. Man möge auf diese Zeilen aufmerksam machen, falls Hilsendeger kein Leser sein sollte.

In derselben Angelegenheit wendet sich auch Joseph Kahl und seine Frau, geb. Kopp aus Emental, bezüglich Edmund Hitl, der mit seiner Familie in Canada wohnt, dem auch zugleich mitgeteilt sei, daß Faustina Maas schon lange krank liegt.

Herrn Joseph Fuhrmann in Rascoe, S. D., besten Dank für seinen Bericht, in dem er mir gehässigen Korrespondenten einer anderen Zeitung beleuchtet. Solche Berichterstatter sind mit einem Manne zu vergleichen, der ohne seine Frau, die krank lag, auf die Hochzeit ging. Auf dem Weg zur Hochzeit machte der Mann vorher eine Metzelsuppe mit. Da aß und trank er so viel, bis er mit dem Kopf in den Kessel fiel, der mit der Metzelsuppe vor ihm stand. Er mußte nach Hause geschafft werden. Als seine Frau solche Zurückkunft sah, sagte sie: „Wozu kommt mir solches Glück? Auf der Hochzeit bekommt man Braten und Suppe und ihr bringt mir gleich die ganze Sau“.

Am 8. Nov. starb die Witwe Gertrude Ternes im Alter von 78 Jahren nach einem drei Tage Kränkeln.

Joseph Plotzky von 52 Jahren starb am 16. Nov. an Typhus in Tarutino im Spital, auch wurde er in Tarutino beerdigt, er hinterließ seine Witwe mit 5 Kindern. Auch muß ich diesmal über einen Todesfall aus der eigenen Verwandtschaft berichten: Am 5. Dez., 10 Uhr morgens, hat mein Schwiegervater Joseph Wagner im Alter von 71 Jahren, 6 Monaten und 4 Tagen durch einen plötzlichen Tod das Zeitliche gesegnet. Er hinterließ die alte Schwiegermutter und 7 Kinder, darunter Zachaeus Wagner in Leader, Sask., und Sebastian Bachmeier in Leader, Sask., Canada. Das Hinscheiden diene allen Freunden in Amerika zur Nachricht. Friede seiner Asche.

Den Lesern und Redaktion „fröhliche Weihnachten und ein glückliches Neujahr“, Herrn John Brendel zu seinem Geburtstag alles Gute und er solchen noch öfters erlebe. (Herzlichen Dank, lieber Freund Braun. J. B.)

Mit Gruß, Joseph Braun.

dokumente/zeitungen/eureka/y-19320108-q1-paper.txt · Zuletzt geändert: von Otto Riehl Publisher