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dokumente:zeitungen:eureka:b-19100915-q2

Auszug aus der „Staats-Anzeiger“ 15. September 1910

Krasna, Bessarabien, 2. September 1910

Neben der schlechten Getreideernte mussten wir obendrein mit der ungewöhnlichen Situation fertig werden, daß die Heuernte auf die Getreideernte folgt. Wegen der Trockenheit konnte nicht früher Gras geschnitten werden.

Die meisten Landwirte sind mit der Heuernte nun fertig und ich denke, dass jeder genug erhalten hat, um sein Vieh durch den Winter zu füttern. Die Leute sind am Dreschen, aber es ist nicht viel Weizen da, nur etwa 1 bis 2 Bushel pro Desjatine. Das ist wirklich sehr schlecht. Mais und Kartoffeln sind auch knapp, ein besseres Wort für überhaupt nicht da.

Ein Gruß an Patenonkel Ludwig Jochim in Neukandel und Onkel Peter Jochim, sowie an Franz Nold in Kosakova, Russland. Sie sollten auch für den Staats-Anzeiger schreiben.

Peter Jochim

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